Der Mariazeller Gründerweg

1157 entsandte der Abt des Stiftes St. Lambrecht den Mönch Magnus mit einer Marienstatue aus, um seelsorgerisch zu wirken. Ein unüberwindbarer Fels versperrte ihm den Weg, worauf sich dieser spaltete und den Weg freimachte. Am Ende seines Weges stellte Magnus die Statue auf einen Baumstrunk ab, errichtete dort seine "Zelle" (Mönchsbehausung) und legte damit den Grundstein für Mariazell. Seitdem wird dieser Ort Mariazell genannt. Der Weg von St. Lambrecht nach Mariazell führt über das Stift Seckau und kann je nach Kondition in ca. 7 Etappen begangen werden.

"Unruhig ist unser Herz bis es ruht, Gott, in dir."
"Wir müssen beim Gehen nicht unbedingt beten, um die spirituelle Erfahrung des Pilgerns zu machen. Das Gehen selbst ist schon Gebet." Anselm Grün OSB

Kostbarkeiten entlang des Mariazeller Gründerweges:

Benediktinerabtei Seckau

Seckau blickt auf eine jahrhundertelange bewegte Geschichte zurück. Trotz mehrfacher Zerstörung und zwei Zeiten der Aufhebung konnte das Kloster auf der Hochebene von Seckau immer wieder neu erstehen. Heute zählt es zu den ältesten und kostbarsten Kulturjuwelen der Steiermark. Die Gründung des Stiftes geht auf Erzbischof Konrad I. von Salzburg zurück, auf dessen Anregung Adalram von Waldeck 1142 eine Kirche stiftete, die bereits 1164 von Bischof Hartmann von Brixen geweiht wurde und schon seit damals gerne von Wallfahrern besucht wird. 1143 wurde die Gründung des Stiftes von Papst Innozent II bestätigt. Die Bauzeit der romanischen Stiftskirche erstreckte sich von zirka 1143/46 bis 1164. Am 16. September 1164 weihte der selige Bischof Hartmann von Brixen, ein Augustiner-Chorherr, die fertiggestellte Seckauer Kirche.

Information: www.abtei-seckau.at, 8732 Seckau 1, Tel. +43(0)3514/52 34, verwaltung@abtei-seckau.at

Wallfahrtskirche Maria Schnee auf der Hochalm

Die Wallfahrtskirche Maria Schnee auf der Hochalm steht auf 1.822 m ü.d.M. an den Ausläufern der Niederen Tauern und gilt als höchstgelegene Wallfahrtskirche der Ostalpen. Die Kirche wurde auf Initiative des Seckauer Stiftsdekans Paul Auer für die Almhirten und Senner zum "Seelentrost" erbaut und am 2. Juli 1660 dem Heiligen Hieronymus (Viehpatron) geweiht. Bis heute pilgern Tausende auf die Hochalm, wo jährlich am jeweils ersten Sonntag im Juli und August, am Annatag (26. Juli) und am 5. August (Patrozinium Maria Schnee) Wallfahrtsgottesdienste gefeiert werden. Bei der Fronleichnamsprozession wird die Hochalm-Mutter-Gottes-Statue mit Blumen geschmückt durch den Ort Seckau getragen. Während der Wintermonate ziert die Statue die Stube am Kühbergerhof.

 
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